
Manchmal schenkt uns das Leben genau dann die kostbarsten Gedanken, wenn wir den Mut haben, einen neuen Weg einzuschlagen.
Seit ich meinen bisherigen Berufsweg hinter mir gelassen habe und als Laudator immer mehr Menschen in den bewegendsten Momenten ihres Lebens begleiten darf, begegnen mir immer wieder Sätze oder Zitate, die weit über den Augenblick hinaus wirken.
Sie sind wie kleine Schätze, die den Blick auf mein Leben verändern.
In diesen Tagen durfte ich einen solchen Gedanken kennenlernen – Worte, die dem italienischen Dichter und Philosophen Dante Alighieri zugeschrieben werden:
“Drei Dinge sind uns aus dem Paradies geblieben:
Die Sterne der Nacht, die Blumen des Tages und die Augen der Kinder.”
Je länger ich darüber nachdenke, desto mehr entdecke ich darin eine Einladung, das Paradies nicht als einen fernen Ort zu begreifen, sondern als etwas, das uns mitten im Alltag immer wieder aufleuchtet – wenn wir bereit sind, genau hinzusehen.
So lässt sich die Bedeutung der drei Elemente wie folgt beschreiben:
- Die Sterne der Nacht: Sie stehen für das Unendliche, die Schönheit des Kosmos und das Licht in der Dunkelheit.
- Die Blumen des Tages: Sie repräsentieren die farbenfrohe, lebendige Natur und die schöpferische Kraft auf der Erde.
- Die Augen der Kinder: Sie symbolisieren Unschuld, Ursprünglichkeit, reine Freude und das unberührte Leben.
Manchmal genügt ein bewusster Blick auf das, was uns jeden Tag begegnet, um zu erkennen, dass das Wesentliche längst da ist.
Besonders in einer Zeit, die von Unsicherheit, Kriegen und tiefgreifenden Veränderungen geprägt ist und unsere Herzen oft schwer werden lassen. Umso wertvoller ist es, den Glauben an das Gute nicht zu verlieren.