
Lieber Ivan,
es fällt schwer, die richtigen Worte zu finden für das, was bleibt, wenn ein Mensch, wie Sie es waren, geht.
Und doch möchte ich Ihnen ein paar Zeilen mit auf Ihre Reise geben.
Was mich an Ihnen besonders berührt hat, ist Ihre Natürlichkeit – diese leise, echte Art, die nichts darstellen musste und gerade deshalb so viel ausgestrahlt hat.
In Ihren jungen Jahren haben Sie eine Reife gezeigt, die man nicht lernen kann.
Sie sind umsichtig durchs Leben gegangen, aufmerksam gegenüber Ihren Mitmenschen, mitfühlend, warmherzig – für Ihre Familie, Ihre Freunde und ganz besonders für Ihre Geschwister.
Auch wenn ich Sie nie persönlich erleben durfte – nicht Ihren Humor, nicht Ihren Ehrgeiz, nicht am Beckenrand, nicht im Kreis Ihrer Familie – habe ich doch das Gefühl, Ihnen auf eine besondere Weise begegnet zu sein.
Durch die Geschichten, durch das, was Sie in anderen hinterlassen haben. Und dafür bin ich dankbar.
Sie waren ein Vorbild – nicht nur für Ihre jüngeren Geschwister und den Ihnen nahestehenden Menschen, sondern für alle heranwachsenden Teenager und vor allem für diese Gesellschaft, in der all die Werte, die Sie vorlebten, leider mehr und mehr verloren gehen.
Ich bedaure sehr, dass ich Sie nicht live kennenlernen durfte.
Es hätte mich bereichert, Sie in Ihrer Welt zu sehen, in Ihrer Bewegung, in Ihrem Miteinander. Aber das, was ich von Ihnen kennenlernen durfte, hat ausgereicht, um zu verstehen, was für ein besonderer Mensch Sie waren.
Es war mir eine große Ehre, diese Rede für Sie und für Ihre wundervolle Familie halten zu dürfen.
(†) Ivan W. , 18 Jahre